20. Jahrestag des Reaktorunfalls von Tschernobyl

Links: Tschernobylvereine in Thüringen Adressen Stand 26. April 2006
Links: Rede für die Thüringer Tschernobylvereine, -initiativen - zum Jahrestag anlässlich der Realtorkatastrophe
Links: Die Kinder brauchen unsere Hilfe - Rückblick auf 15 Jahre Vereinsarbeit zum 20. Jahrestag des Reaktorunfalls
Links: 20. Jahrestag der Tschernobylkatastrophe

Links: Hörfunkbeitrag zum 20. Jahrestag des Reaktorunfalls (Antenne Thüringen - 22.04.2006)
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Links: Hörfunkbeitrag zum 20. Jahrestag des Reaktorunfalls (Antenne Thüringen - 26.04.2006)
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Tschernobylkinder wieder in Thüringen zu Gast!

Helfen Sie den Kindern einen angenehmen Aufenthalt in Thüringen zu ermöglichen. Mehr Informationen im Pfarramt bei Pfr. M. Krautwurst.

Kristina Filipenko ist zu Besuch im Magdalaer Pfarrhaus. Für sie werden Sommer- und Winterkleider gesucht. Kristina ist 9 Jahre alt und wird die nächsten 4 Wochen in Thüringen gemeinsam mit weiteren 25 Kindern einen Erholungsaufenthalt erleben. Die Gruppe feiert am 28. Mai im Magdalaer Pfarrgarten ihr Abschlussfest.

Viele glückliche Kinderaugen lohnten die anstrengende Reise

Nach 32 Stunden Heimreise sind die Begleiter des Hilfstransportes aus Weißrussland wieder sicher in Thüringen angekommen. Über 450 Weihnachtspakete konnten vor Ort gepackt und persönlich verteilt werden. Die Spenden der Magdalaer Kirchgemeinde reichten sogar, um zwei Mädchen aus der strahlenverseuchten Zone ein Vorbereitungsstudium zu finanzieren. Die orthodoxe Gemeinde von Krasnopolje bedankt sich für Geld- und Sachspenden. Auch wenn die über 100 Kinderbibeln bei weitem nicht ausreichten, konnten viele Familien mit ihren Kindern glücklich gemacht werden. Viele lasen in diesem Jahr – in dem zum ersten mal das orthodoxe Weihnachtsfest auch Feiertag in Weißrussland war – ihren Kindern die Weihnachtsgeschichte selbst vor. Für die Kinder der beiden Schulen und der Kindergärten in Koselje und Cholmoi wurde die Weihnachtsgeschichte auf Großleinwand gezeigt und in die russische Sprache übersetzt. Auch die Kinder des Kinderheimes in Krasnopolje waren über den Film erfreut. Im Kreiskrankenhaus wurde den Kindern das Weihnachtsfest mit Naschereien versüßt und die Schule in Koselje kann nun endlich wieder mit einem neuen Fernseher mit Videotechnik Filmmaterial im Unterricht einsetzen. Eine anstrengende aber dennoch gelungene Fahrt hat erfolgreich ihren Abschluss gefunden. Viele Bilder bleiben in Erinnerung, Bilder der Armut, der verstrahlen Zone, aber auch Bilder von Kindern, die glücklich ihre Weihnachtsgeschenke in Empfang nehmen konnten.

Presse: Gasieta Krasnopolje 10.12.2003
Presse: TLZ-Jena 03.01.2004
Presse: Thüringer Allgemeine 05.01.2004
Presse: Thüringer Allgemeine 13.01.2004
Presse: TLZ-Jena 13.01.2004
Presse: Gasieta Krasnopolje 14.01.2004


"Hilfe für Tanja"

Tanja – mit vollem Namen Tatjana Nikolajewna Kalinitsch – ist 17 Jahre alt. Das junge und sehr nette Mädchen war schon zwei Mal in Deutschland. Über den Jenaer Tschernobylverein konnte sie in den zurückliegenden 11 Jahren mehrere Wochen Ferienaufenthalt mit anderen Kindern aus ihrer Schule in Thüringen erleben und genießen. Nun ist sie nicht mehr in der Schule, im vergangenen Jahr hat sie sehr erfolgreich ihren Schulabschluss hingelegt.

Während wir beim „Brasnik“ dem „Festtagsessen“ am Tische sitzen und erzählen, sitzt sie in ihrem schmalen Zimmer über den Büchern und bereitet sich auf ihre nächste Prüfung vor. Die Anforderungen sind sehr hart.

Sie war die Beste ihres Schuljahres, hatte damit beste Voraussetzungen für ein Studium in der fern gelegenen Universitätsstadt Mogiljew. Ihr Wunsch war es, Betriebsökonomie zu studieren. Die Berufschancen sind groß, das gebeutelte Land braucht dringend gut ausgebildete Wirtschaftsfachleute. Doch der Weg dorthin ist sehr schwer. An der schweren Aufnahmeprüfung ist sie gescheitert, die ihr ein unentgeltlichtes Studium ermöglicht hätte. Die Chancen waren auch mehr als ungerecht. Die Schulen in den vom Reaktorunglück betroffenen Zonen hatten nicht dieselben Voraussetzungen wie die in den großen Städten. Es fehlen überall Lehrer – viele wollen nicht in die „strahlenverseuchten“ Zonen, nicht nur der Strahlen wegen. Auch die Armut ist auf dem Lande viel gravierender als in den Städten. Hinzu kommt die hohe Arbeitslosigkeit der „Kolchosen“ die auf ihren Feldern nichts mehr anbauen können und der hohe Alkoholkonsum, in dem viele vergeblich ihre Probleme zu ertränken suchen.

Die Eltern von Tanja, Ljuba und Nikolai, wollten Tanja das Studium trotzdem ermöglichen. Alle ihre Ersparnisse investierten sie in die Vorbereitung und das erste Semester. Sie nahmen einen für weißrussische Verhältnisse hohen Kredit auf. Doch dann traf auch sie das Schicksal der Arbeitslosigkeit. Auch ihre Kolchose wurde geschlossen. Der ehemalige Veterinärmediziner arbeitet heute stundenweise als Heizer in der kleinen Dorfschule. Die Mutter – einst im Sekretariat – putzt im Kindergarten des Ortes die Böden. Der kärgliche Lohn reicht kaum zum überleben. Sie müssen auf den strahlenverseuchten Boden hinterm Haus ihre Nahrungsmittel anbauen und Vieh halten um zu überleben. Es ist die einzige Alternative vor dem Hunger. Für Tanja rückt das Studium in weite Ferne, die Studiengebühren 60 Euro im Monat sind kaum zu finanzieren. Der Durchschnittslohn einer Lehrerin oder Verkäuferin liegt bei 20 bis 30 Euro. Keiner weiß wie es weiter gehen soll.

Über unsere Kirchgemeinde soll nun geholfen werden, das Studium mit zu finanzieren. Mit einem Stipendium von nur 60 Euro im Monat kann Tanja eine Zukunft geschenkt werden, die auch dem Land weiterhelfen kann. Wer sich daran beteiligen möchte (auch kleine Beträge sind sehr wichtig) wird gebeten sich mit Pfarrer Martin Krautwurst (036454/59882) in Verbindung zu setzen.

weitere Infos: www.tschernobyl-verein-jena.de
Iweitere nfos: www.tschernobylhilfe-belarus.de

Radiospot Weißrussland Dez.2003 (Dez.2003 - Antenne Thüringen)




Mit Bibeln im Gepäck auf dem Weg zum Weihnachtsfest zu den Kindern von Tschernobyl
Wer einmal die leuchtenden Kinderaugen gesehen hat weiß wie wichtig die materielle und ideelle Hilfe für die Kinder von Tschernobyl ist. Die Kirchgemeinde Magdala wird mit der Unterstützung der Superintendentur Jena in Zusammenarbeit mit dem Jenaer Tschernobylverein einen Weihnachtstransport nach Weißrussland starten. Bibeln in russischer Sprache, Grundnahrungsmittel und Weihnachtspakete für die Kinder werden pünktlich zum russischen Weihnachtsfest am 6. Januar in der Region Mogiliew verteilt.

Die Dörfer rund um die beiden Schulen in Koselje und Cholmoi im Kreis Krasnopolje, sind seit nunmehr 12 Jahren Anlaufpunkt des Jenaer Tschernobylvereins und der Jenaer Kirchgemeinden. Seinen Ursprung hat der Verein unter dem Dach der Kirche in Jena gefunden und kann seit Jahren auf eine gute Zusammenarbeit bauen.

Die Pakete und die Bibeln in russischer Sprache werden von Jenaer Gemeinde- und Vereinsmitgliedern persönlich verteilt. Damit auch jedes Kind ein Weihnachtspaket in den Händen halten kann, bitten Kirchgemeinde und Verein um weitere Geldspenden auf dem: Magdalaer Spendenkonto:

KNR: 100 234 - BLZ: 820 64 188 bei der VR Bank Weimar, Kennwort: Hilfe für die Kinder von Tschernobyl

Mit auf den Weg nach Weißrussland wird auch der Magdalaer Pfarrer Martin Krautwurst sein, der den Jenaer Verein mit gründete und um den Erhalt der Thüringer Tschernobylhilfe kämpft. Durch die restlose Streichung der Mittel des Landes Thüringen, ist mit den Kinderaufenthalt in Jena im Herbst 2003 bereits ein wichtiger Bestandteil der humanitären Hilfe weg gebrochen. Helfen Sie mit Ihrer Spende den Kontakt und die Unterstützung für die Kinder aufrecht zu erhalten.

Weitere Informationen zum Hilfstransport im persönlichen Gespräch durch
Pfarrer Martin Krautwurst telefonisch unter: 036454/50207
bzw. per E-Mail unter: pfarramt@kirche-magdala.de

weitere Infos: www.tschernobyl-verein-jena.de